Ratatouille wie aus dem Disney Film

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Wahrscheinlich das klassisch französische Gericht, das jeder kennt. Ratatouille ist ein Gemüseeintopf der traditionell wenig glamourös daher kommt. Eigentlich. Bis Disney kam und das mit dem gleichnamigen Film in 2007 änderte. Im Film „Ratatouille“ wurde das Gericht mit etwas Shishi in einer Variante auf dem Niveau von Sterne-Restaurants präsentiert, die man in Fachkreisen auch Confit Byaldi nennt.

Ratatouille Confit Byaldi

Die Variation aus präzise dünn geschnittenen Gemüsescheiben auf einer Piperade (Sauce aus angerösteter Paprika) trägt den Namen "Confit Byaldi" und wurde von dem 3-Sterne-Koch Thomas Keller erfunden. Dieser war auch kulinarischer Berater für Disney für den Film "Ratatoille".
Portionen 4
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 10 Minuten
Gesamtzeit 40 Minuten

Kochutensilien

  • Kochmesser
  • Kasserole oder Sauteuse
  • Mandoline (für schöne, gleichmäßig dünne Scheiben)
  • Mixer oder Stabmixer
  • Backblech oder große Auflaufform

Zutaten

FÜR DAS GESCHICHTETE GEMÜSE

(Versucht hier unbedingt das Gemüse mit einem ungefähr gleichen Durchmesser zu bekommen!)

  • 2 x Zucchini
  • 2 x gelbe Zucchini 
  • 2 x Auberginen
  • 2 x rote Zwiebeln
  • 4 x Tomaten
  • 1 Bund Thymian
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

FÜR DIE PIPERADE

  • 2 x Paprika (rot)
  • 3 x Tomate geschält und entkernt
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 x Schalotte
  • 1 x kleines Lorbeerblatt
  • Bund Thymian
  • ¼ Bund Oregano
  • ¼ Bund Rosmarin
  • ¼ Bund Majoran

FÜR DIE VINAIGRETTE ZUM ANRICHTEN AUF DEM TELLER

  • 2 EL Olivenöl Extra Vergine
  • 2 TL Balsamico Bianco weißer Balsamico
  • 1 EL gehackte frische Kräuter Thymian, Thymianblüten & Kerbel

Anleitungen

VORBEREITUNG

  • – Backofen auf 230°C Umluft vorheizen
    – Schälen und entkernen der drei Tomaten
    – Knoblauch und Zwiebel schälen
    – die halbe Zwiebel für die Piperade in feine Würfel schneiden
    – Kräuter sortieren (die Zweige rausnehmen, die man haben will) und waschen
    – Die Kräuter für die Piperade bündeln und mit einem Faden zusammenbinden
    – Gemüse (Zucchini, gelbe Zucchini, Aubergine, Zwiebeln und Tomaten) in 3mm dicke Scheiben schneiden

ZUBEREITUNG

  • Wir starten mit der Piperade. Dafür müssen die Paprika geschält werden. Halbiert die Paprika, entfernt Kerne und Stiel und legt sie mit der Hautseite nach oben auf ein Backblech. Für 15 Minuten bei 230°C in den vorgeheizten Ofen geben. Danach rausnehmen und abkühlen lassen. Ihr wollt euch schließlich nicht beim Schälen die Finger verbrennen. Schält die Paprika-Hälften und und schneidet sie in 5cm große Stücke. Danach den Backofen für später auf 140°C Umluft vorheizen.
  • Kasserole oder Sauteuse bei niedriger mittlerer Hitze (ca. 1/3 von dem was eure Herdplatte kann) auf den Herd stellen. Olivenöl, die halbe gewürfelte Zwiebel und angedrückten Knoblauch (einmal kurz draufhauen, sodass er aufplatzt) hineingeben. So lange anbraten, bis die Zwiebeln weich aber noch nicht braun gebraten sind. Wir wollen das ganze nicht zu stark anbraten, weil der Knoblauch sonst bitter wird.
  • Geschälte und entkernte Tomaten, Lorbeerblatt und das Kräuterbündel dazu geben und warten bis es köchelt. Das Ganze für ca. 10 Minuten einreduzieren lassen. Vor dem nächsten Schritt das Lorbeerblatt und das Kräuterbündel raus nehmen!
  • Die Reduktion zusammen mit der gebackenen und geschälten Paprika in den Mixer geben und ordentlich pürieren. Die Piperade muss eine feine, cremige Konsistenz bekommen.
  • Piperade mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann auf dem Backblech oder der Auflaufform gleichmäßig verteilen.
  • Jetzt die Gemüsescheiben abwechselnd von ihrer Sorte auf der Piperade überlappend anrichten. So, dass ungefähr 1cm von jeder Scheibe zu sehen und nicht von der nächsten Scheibe verdeckt ist. Das ganze in horizontalen oder vertikalen Bahnen machen, bis die komplette Fläche bedeckt ist. Träufelt ein etwas Olivenöl über euer Gemüsekunstwerk und gebt eine Prise Salz darauf. Am Ende sollte es in etwa so aussehen wie auf dem Foto weiter unten. By the way, nicht wundern, ihr werden sehr wahrscheinlich nicht euer komplettes Gemüse brauchen.
  • Bedeckt das Backblech mit Alufolie und wickelt es um die Kanten, damit es schön dicht ist. Das ganze dann für 75 Minuten in den 140°C vorgeheizten Ofen geben. Danach die Folie entfernen und nochmal 30 Minuten in den Ofen geben.
  • Danach die Ratatouille aus dem Ofen nehmen und für 10 Minuten abkühlen lassen. Das Gemüse anschließend vorsichtig mit einem Esslöffel oder einer Palette herausnehmen. Nutzt die Piperade entweder um sie auf das Gemüse zu geben oder als Spiegel, auf dem das Gemüse drauf gesetzt wird.
  • Gönnung!
Cost: 15€
Küche: Französisch, Mediterran
Keyword: Gemüse, Hauptgericht, Vegan

Vom Klassiker zur modernen Interpretation

Das Gericht aus geschmortem Gemüse hat seinen Ursprung auf Nizza. Vorher als Bauern- und arme Leute Essen ging es erst Anfang des 20. Jahrhunderts „viral“. Falls es noch nicht aufgefallen ist, Ratatouille ist ein veganes Gericht. Und das aus Frankreich. Völlig verrückt. Das zeigt einmal mehr wie arm die Leute damals sein mussten, die dieses Gericht erfunden haben. Wahrscheinlich aus Essensresten.

Heute ist Ratatouille aus der französischen Küche nicht mehr wegzudenken und jeder Koch auf der Welt sollte zumindest eine Idee davon haben, wie dieses Gericht gekocht wird. Und richtig gemacht fasziniert es sogar Gäste in 3-Sterne-Restaurants. Besonders in der Version von Thomas Keller (3-Sterne-Koch aus den USA und Besitzer des weltbekannten Restaurants „The French Laundry“). Er kreierte das Ratatouille Rezept mit dem Namen „Confit Byaldi“, das auch dem mürrischen Restaurantkritiker im Disneyfilm serviert wurde. Hier wurde aus etwas einfachem, rustikalen etwas raffiniertes und filigranes. Fast wie ein Petit Fours – ebenso schön wie köstlich.

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